Baubegriffe leicht verständlich erklärt


Wer bauen will, wird mit vielem Neuen konfrontiert. Was meint der Architekt mit „Drempel“ oder „Kniestock“, was versteht man unter „Ortgang“ und „Dickbettverfahren“? Alle diese Begriffe und noch viele mehr werden in unserem Baulexikon mit über sechshundert Fachbegriffen leicht verständlich erklärt.

Stöbern Sie mal durch, Sie werden überrascht sein, wie viele interessante Begriffe und Bezeichnungen es im Baubereich gibt. Sollte mal ein gesuchtes Wort nicht erklärt sein, oder Sie weiterführende Fragen haben, wenden Sie sich einfach an den OKAL-Bauberater in Ihrer Nähe.

Quelle: bauen.com




Abdichtungsbahnen

sind für die Abdichtung von Bauwerken oder Bauteilen unter der Geländeoberkante notwendig. Sie schützen vor Bodenfeuchtigkeit, vor Sicker- oder Schichtenwasser und vor drückendem Grundwasser. Dichtungsbahnen bestehen gemäß DIN 18190 aus beidseitig mit einer stärkeren Bitumenschicht versehenen Trägerbahn aus Rohfilz, Jute, Glasvlies, Kupfer- oder Aluminiummetallband oder PETP-Folie, die mit Feinsand bestreut sind.

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Abflussrohre
dienen der Abwasserentsorgung im Innen- und Außenbereich und bestehen aus Edelstahl, Gußeisen, Steinzeug, Kunststoff oder Zement. Die frostsichere Verlegetiefe muss 80 Zentimeter betragen, in frostgefährdeten Bereichen innerhalb des Hauses ist eine I solierung vorzusehen. Zur Vermeidung von Schallübertragungen dürfen keine sta rren Verbindungen zur Befestigung an Wänden verwendet werden. Weitere Schallisolierung ist durch Ummantelung der Rohre möglich.
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Abgehaengte Decken
werden als nichttragende Holz-, Bretter-, Latten- oder Eisengerüstkonstruktionen un ter einer tragenden Decke angebracht. Für die Errichtung einer abgehängten Decke sind überwiegend optische, wärmeschutz- oder schalltechnische Gründe maßgebend.
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Acrylglas
ist ein licht- und wetterbeständiger, durchsichtiger Kunststoff, gemeinhin unter dem Markennamen "Plexiglas" bekannt, der sich unter Wärmezufuhr biegen lässt. Acrylglas ist UV-durchlässig und wird daher oft für Wintergartendächer eingesetzt. Vorsicht, Acrylglas ist nicht kratz-, lösungsmittel- und feuerfest! Es ist in vielen Farben erhältlich.
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Altlasten
sind umweltgefährdende Stoffe auf oder unter Grundstücken, wie beispielsweise Chemieablagerungen oder Mülldeponien. In Bauleitplänen besteht Kennzeichnungspflicht, wenn Gefährd ungen durch Altlasten zu befürchten sind.
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Aluminium
ist ein silbrigweißes, leicht dehnbares Metall mit guter elektrischer Leitfähigkeit, das durch Schwei&s zlig;en, Löten, Nieten oder Kleben miteinander verbunden werden kann. Aluminium und seine Legierungen üb erziehen sich schnell mit einer sehr dünnen, aber festhaftenden Oxidschicht, die allerdings nur einen schwach en Korrosionsschutz bietet. Zur Verbesserung wird Aluminium eloxiert oder mit Einbrennl ackierungen versehen.
Die Gewinnung und Verarbeitung von Aluminium ist mit einem hohen Einsatz von Primärenergie verbunden. Zur Verbesserung der Energiebilanz soll das stärkere Recycling von Aluminium beitragen. B is zu 95 Prozent Energie, so die Aluminiumwirtschaft, werden bei der Erzeugung von Sekundär-Aluminium eingesp art. Prinzipiell kann Aluminium ohne Qualitätsverlust beliebig oft eingeschmolzen und wiederverwertet werden.
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Anhydritestrich
weitere Informationen siehe: Estrich
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Anlieger
sind Eigentümer von Grundstücken an einer Verkehrsfläche, die Zugang oder -fahrt zu den Grundstücken ermöglicht. Die einzelnen Bundesländer haben jeweils eine andere Definition für Anlieger.
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Anliegerbeitrag
wird zur Erschließung eines Grundstücks erhoben. Dem Zeitpunkt der Fälligkeit muss nicht gleichzeitig die Erschließung folgen.
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Annuität
heißt die jährliche Rückzahlungsrate eines Bankdarlehens, die sich aus Zins und Tilgung zusammensetzt. Die Höhe dieser Rate bleibt während der gesamten Laufzeit gleich. Dabei nimmt der Anteil der Zinsen laufend ab, die Tilgungsrate wird höher.
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Anschaffungskosten
sind Aufwendungen, die im Zusammenhang mit der Erstellung oder dem Erwerb einer Immobilie stehen. Dazu gehören Materialien, Handwerkerrechnungen, Kosten für Außenanlagen, Baunebenkosten, die Grunderwerbssteuer, Maklergebühren, Grundbucheintragungen, Notarkosten und der Kaufpreis.
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Architektenvertrag
Im Architektenvertrag vereinbaren Bauherr und Architekt den Umfang und die Vergütung der Architektenleistung. Der Vertrag kann im Prinzip sowohl mündlich als auch schriftlich abgeschlossen werden. Empfehlenswert ist jedoch in jedem Fall die schriftliche Form. Grundlage des Architektenvertrags ist die sogenannte Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), die je nach Gebäudeart und Schwierigkeit des Objekts die Höhe des Architektenhonorars festlegt. Besonders wichtig ist die Vereinbarung über den genauen Leistungsumfang. Fertige Vertragsformulare erleichtern die inhaltliche Ausgestaltung.
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Armaturen
Unter Armaturen versteht man Ventile, Klappen, Schieber, Schalter und Meßgeräte; häufig angewandt bei der Bezeichnung der wasserzuführenden Zapfstellen in Küche und Bad. Dabei handelt es sich meistens um Mischarmaturen (Mischbatterien), bei denen das warme und kalte Wasser bereits innerhalb der Armaturen auf die gewünschte Auslauftemperatur gemischt wird. Dementsprechend wird unterschieden in:
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Aufmass
Anhand des Aufmaßes wird die tatsächlich erbrachte Bauleistung nach der Fertigstellung erfaßt und der Endabrechnung zugrunde gelegt. Bei einem Festpreis entfällt die Abrechnung aufgrund des genauen Aufmaßes. Als Berechnungsgrundlage für das Aufmaß dient die Verdingungsordnung für Bauleistungen (VOB).
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Ausbauhaus
nennt man Häuser mit unterschiedlichem Fertigstellungsgrad. Der Ausbau des Hauses findet überwiegend in Eigenleistung statt.
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Ausbluehungen
sind sichtbare Ablagerungen von Stoffen, meist Salzen, auf der Oberfläche von Mauerwerken. Ablagerungen entstehen, indem sich bleibend oder vorübergehend lösliche Substanzen in Wasser lösen und mit der Feuchtigkeitswanderung an die Oberfläche transportiert werden, wo sie sich beim Verdunsten des Wassers abscheiden. Das Entstehen von Ausblühungen kann folgende Ursachen haben:
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Ausschreibung
weitere Informationen siehe: Leistungsverzeichnis
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Aussenwandkonstruktion
entscheidet in erster Linie über den Energieverbrauch eines Hauses. Je besser die Außenwand gedämmt ist, desto besser ist am Jahresende die Energiebilanz. Nach der neuen Wärmeschutzverordnung gilt ein Wärmedurchgangskoeffizient (k-Wert) von 0,5 W/m²K als ausreichend. Beim Bau von Niedrigenergiehäusern wird dagegen für die Außenwände ein k-Wert zwischen 0,2 und 0,4 W/m²K angestrebt. Dieser günstige Wert kann mit unterschiedlichen Wandkonstruktionen erreicht werden.
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